Forschungsprojekt
Wie funktionieren sprachwissenschaftliche Untersuchungen?

Für sprachwissenschaftliche Untersuchungen werden zunächst echte (authentische, nicht-inszenierte) Gespräche aufgenommen und in Form eines Transkripts nach linguistischen Konventionen detailliert verschriftet. Damit wird eine empirische Analysegrundlage gewonnen, die es ermöglicht, die Gespräche zu „zoomen” und sie somit der systematischen Analyse überhaupt zugänglich zu machen.

Die Untersuchung bedient sich theoretisch und methodisch der Verfahren der funktionalpragmatischen Diskursanalyse und der linguistischen Gesprächsforschung. Sie möchte neben der Analyse des sprachlichen Handelns der Beteiligten auch institutionelle Besonderheiten bei der Interpretation mit einbeziehen.

Ziel ist es nicht, wissenschaftliche Konstrukte zu entwickeln, sondern die sprachlichem Handeln inhärenten Strukturen rekonstruktiv aufzudecken, ihre Systematik herauszuarbeiten und bewusst zu machen.

Die Analyse lässt sich daher auf das konkrete Material ein und leitet aus dem tatsächlich stattfindenden sprachlichen Handeln Fragestellungen und Kategorien ab. Diese werden in einem zyklischen und stetig reflektierenden Prozess wiederum auf ihre Anwendbarkeit  auf das Material überprüft.

So wird ein Zugang geschaffen, der das tatsächliche sprachliche Handeln im anwaltlichen Mandantengespräch beschreibt. Auf dieser Basis können dann praxisnahe Vorschläge zur Optimierung von Mandantengesprächen entwickelt werden.

Eine ausführlichere Beschreibung zum Ablauf eines sprachwissenschaftlichen Forschungsprojektes beschreibt dieser Aufsatz von Ina Pick.